16. Oktober 2026 | Nr. 35

Inhalt

1. Die politische Lage in Deutschland

2. Die Woche im Parlament

3. Die Woche im Kabinett

4. Daten und Fakten

5. In eigener Sache

6. Terminauswahl im Wahlkreis

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Woche begann mit einem völlig überraschenden und unerwarteten Paukenschlag: dem Rücktritt von Bärbel Bas vom Amt der Bundesarbeitsministerin und des Parteivorsitzes der SPD. Sie musste einen schweren persönlichen Schicksalsschlag ertragen, den Tod ihrer Stieftochter. Deren schwere Erkrankung war wohl schon seit drei bis vier Wochen einem engen Kreis bekannt. Deswegen fehlte sie auch schon einige Zeit, wofür jede und jeder Verständnis hat. Und aus unserer Fraktion hat auch niemand diese Auszeit von Bärbel Bas kritisiert.

Allerdings gab es schon seit vielen Monaten Kritik am Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und auch an seiner Ministerin, weil dort nichts voranging. Und gerade dort liegen viele große Baustellen zur Modernisierung unseres Staates und seiner Systeme und gehen nicht voran. Ein eigentlich einfach zu lösendes Beispiel ist die im Koalitionsvertrag und im Nachgang auch in Koalitionsausschüssen festgelegte Neuregelung und Flexibilisierung der Arbeitszeit. Das ließe sich in zwei bis drei Sätzen regeln, und es kommt aus dem Ministerium halt nichts.

In den drei Sitzungswochen im September und Oktober haben wir fast 35 Gesetze zur Modernisierung unseres Staates auf den Weg gebracht. Keines davon vom BMAS. Von daher ist es richtig, wenn wir als Union diese Arbeitsverweigerung auch anprangern und das Handeln einfordern. Ein ganz normaler, sachlich begründeter Vorgang.

Jetzt müssen wir im Zusammenhang mit dem bedauerlichen Rückzug von Frau Bas feststellen, dass die SPD mit einem geradezu orchestrierten Vorgehen so tut, als wären wir von CDU/CSU dafür verantwortlich, dass sie ihr Amt niederlegt. Frau Schwesig verstieg sich sogar dazu, uns ein „unmenschliches“ Vorgehen vorzuwerfen. Das halte ich für absolut unangemessen.

Das BMAS hat 1.200 Mitarbeiter und drei Parlamentarische Staatssekretäre, in anderen Ländern auch Vizeminister genannt, und nicht nur eine Ministerin. Von daher bleibe ich dabei: Unsere Kritik an der Arbeit oder Nicht-Arbeit des BMAS war und ist richtig. Hoffen wir, dass der neue Minister die Stapel von seinem Schreibtisch nun zügig abarbeitet.

Zumal uns noch niemand einen Beleg für diese unmögliche Kampagne liefern konnte, dass seit Eintreten der Erkrankung von Bas’ Stieftochter jemand aus Regierung oder Fraktion sie persönlich angegriffen hätte.

Wir haben aber dennoch unsere Arbeit in dieser Woche fortgesetzt und wichtige Gesetze beschlossen. Beispielhaft sei die Einführung einer Frühstartrente für Kinder von sechs bis 18 Jahren erwähnt. Ein Versprechen aus dem Wahlkampf und ein wichtiger Baustein für die Altersversorgung unserer Kinder. Näheres dazu unten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Michael Donth MdB 

Michael Donth
Mitglied des Deutschen Bundestages

Büro Berlin | Platz der Republik 1, 11011 Berlin | Tel.: 030 / 227 778 17

Büro Reutlingen | Seestraße 6-8, 72764 Reutlingen | Tel.: 07121 / 385 445

michael.donth@bundestag.de | www.michael-donth.de

1. Die politische Lage in Deutschland

Weniger Bürokratie, mehr Zukunft: Unsere Agenda für Europa und Deutschland

 
 

Der Europäische Rat am 15./16. Oktober 2026 steht im Zeichen wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen für Europa. Dazu hat der Bundeskanzler eine Regierungserklärung im Deutschen Bundestag abgegeben. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die anhaltende Unterstützung der Ukraine sowie die Beratungen über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen. Für uns ist klar: Europa braucht spürbar weniger Bürokratie, bezahlbare Energie und bessere Investitionsbedingungen.

Zugleich müssen Europas Sicherheit gestärkt, die Unterstützung der Ukraine fortgesetzt und der EU-Haushalt auf Zukunftsaufgaben ausgerichtet werden. Die Höhe des aktuellen Vorschlags zum Mehrjährigen Finanzrahmen bildet keine Grundlage für eine Einigung. Europa braucht keinen immer größeren Haushalt, sondern klare Prioritäten und Ausgabendisziplin. In einer Zeit, in der Kommunen, Länder und Bund jeden Euro zweimal umdrehen müssen, kann Europa das Geld nicht mit beiden Händen ausgeben.

Wir verabschieden viele richtungsweisende Gesetze diese Woche im Deutschen Bundestag. Zwölf 2./3. Lesungen unterstreichen, dass die Koalition wichtige Projekte angeht und Schritt für Schritt abarbeitet. Angefangen bei der Frühstartrente, mit der Kinder früh mit dem Vermögensaufbau für das Alter beginnen und von den Effekten des Kapitalmarkts profitieren können; die europäische Brieftasche für die digitale Identität; die Reform der Notfallversorgung - wir verbinden die Akut- und Notfallversorgung und können so die Patienten besser steuern; und weitere Schritte beim Bürokratieabbau in Bereichen wie Verkehr und Landwirtschaft.

Das alles zeigt, diese Entscheidungen machen einen Unterschied für die Bürgerinnen und Bürger, es macht einen Unterschied, dass wir regieren.

2. Die Woche im Parlament

 

Früher Vermögensaufbau für das Alter - die Frühstartrente kommt

 
 

Früh anfangen lohnt sich. Wer schon als Kind Vermögen aufbaut, profitiert jahrzehntelang vom Zinseszinseffekt. Mit der Frühstartrente (2./3. Lesung) erhalten Kinder diese Chance auf Vermögensaufbau. Wir bringen ein wichtiges Vorhaben der Union zum Abschluss, das wir bereits im Wahlprogramm gefordert haben. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 stellen wir allen Kindern, die 2026 das sechste Lebensjahr vollenden, ab ihrem 6. Geburtstag monatlich zehn Euro zur Verfügung. Dieses Geld soll unter Anleitung der Eltern, und im Idealfall durch den Schulunterricht begleitet, am Kapitalmarkt investiert werden; mehrere private Anbieter werden hier individuelle Depotlösungen anbieten. In den nächsten Jahren kommen sukzessive weitere Jahrgänge in die Förderung. Die Förderung endet mit dem 18. Geburtstag.

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Wir reformieren die Notfallversorgung

 
 

Endlich bringen wir die seit vielen Jahren geforderte und auch im Koalitionsvertrag vereinbarte Optimierung der Akut- und Notfallversorgung in Deutschland auf den Weg. Eine gezieltere Patientensteuerung und damit eine bedarfsgerechtere Nutzung von Notfalleinrichtungen erreichen wir durch eine stärkere Vernetzung aller Leistungserbringer und eine Digitalisierung der Prozesse, insbesondere die Einführung digitaler Ersteinschätzungsverfahren.

Dadurch werden nicht nur die Versorgung der Menschen in Akut- oder Notfällen verbessert, sondern auch kostenintensive Fehlinanspruchnahmen der Notaufnahmen der Krankenhäuser und des Rettungsdienstes vermieden, was insgesamt zu einer Entlastung des Gesundheitssystems beiträgt. Darüber hinaus werden Integrierte Notfallzentren als sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen etabliert werden.

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Wir schaffen die Voraussetzungen für die digitale Brieftasche

 
 

Mit der 2./3. Lesung des Gesetzes zur Durchführung der unionsrechtlichen Vorschriften über die Europäische Brieftasche für die Digitale Identität sowie zur Änderung anderer Rechtsvorschriften (Digitale Identitätengesetz – DIdG) schaffen wir die rechtliche Grundlage für die Einführung der European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“.

Damit ermöglichen wir eine sichere, einfache und europaweit nutzbare digitale Identifizierung.

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Stärkung nachhaltiger Flugkraftstoffe

 
 

Ein weiterer Schwerpunkt der parlamentarischen Woche liegt im Verkehrsbereich. Mit dem Abschluss des Gesetzes zum Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe stellen wir sicher, dass EU-Vorgaben für den gezielten Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe wirksam und einheitlich durchgeführt werden. Zudem beschließen wir in dieser Woche Neuregelungen für das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Schließlich bringen wir den Bürokratierückbau im Verkehrsbereich voran. Hierzu bringen wir ein Gesetz ein, das Erleichterungen für alle Verkehrsträger enthält, wie z. B. die Bündelung von Verwaltungszuständigkeiten, die Beseitigung von veralteten Regelungen oder Doppelstrukturen sowie den Abbau von Gold-Plating.

Vereinfachungen für Landwirtschaftsbetriebe

 
 

Mit dem GAP-Anpassungsgesetz verfolgen wir das Ziel, Kontrollen, Sanktionen und Bewirtschaftungsauflagen für Öko- und kleinere Landwirtschaftsbetriebe zu reduzieren.

So werden beispielsweise Ökobetriebe und vollständig in Umstellung befindliche Betriebe zukünftig kraft gesetzlicher Vermutung als Erfüller bestimmter Umwelt- und Bewirtschaftungsstandards gelten. Bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall können Behörden Ausnahmen von bestimmten GLÖZ-Verpflichtungen zulassen können. Außerdem werden Betriebe mit bis zu 30 Hektar von bestimmten Kontrollen und Verwaltungssanktionen ausgenommen.

Wir halten den CO2-Preis stabil

 
 

Mit dem Beschluss der Novelle des Brennstoffemissionshandelsgesetzes stabilisieren wir den nationalen CO2-Preis auf fossile Kraft- und Treibstoffe. Ein notwendiger Schritt angesichts der hohen Energiepreise. Für das Jahr 2027 soll der Preiskorridor aus dem Jahr 2026 (55-65 Euro pro ausgestoßener Tonne CO2) gelten. Ohne gesetzliche Änderung würde der nationale CO2-Preis nach den geltenden gesetzlichen Regelungen an den Preis des europäischen Emissionshandel für Industrie und Energie (ETS 1) anknüpfen. Dieser beträgt aktuell rund 85 Euro. Ziel ist es, einen Anstieg der CO2-Bepreisung im nationalen Brennstoffemissionshandel in der Übergangsphase zu dem ab 2028 startenden EU-Brennstoffemissionshandel („EU-ETS 2“) zu vermeiden. Zudem fordern wir die Bundesregierung auf, unverzüglich Verbesserungen für die Abfallverbrennungsanlagen bei der nationalen CO2-Bepreisung sowie beim Carbon-Leakage-Schutz vorzunehmen.

Wir gehen einen weiteren Schritt zu einem modernen, digitalen Rechtsstaat

 
 

Mit der 2./3. Lesung des Gesetzes zur Ausweitung der notariellen Online-Verfahren im Gesellschafts- und Registerrecht erweitern wir die Möglichkeiten notarieller Beurkundungen und Beglaubigungen mittels Videokommunikation im Gesellschafts- und Registerrecht.

Die Zulässigkeit der notariellen Online-Verfahren wird auf folgende Maßnahmen ausgeweitet: Anmeldungen zur Eintragung in das Stiftungsregister; Gründungen von Aktiengesellschaften sowie Kommanditgesellschaften auf Aktien; Beschlüsse der Gründer zur Bestellung des ersten Aufsichtsrats und des Abschlussprüfers für das erste Voll- und Rumpfgeschäftsjahr; Vollmachten zur Anmeldung beim Handels-, Gesellschafts- und Partnerschaftsregister; Vollmachten zur Stimmabgabe in Gesellschafterversammlungen von Gesellschaften mit beschränkter Haftung; Vollmachten zur Abgabe der Erklärung zur Übernahme eines Geschäftsanteils einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Abtretung von GmbH-Geschäftsanteilen und Vereinbarungen über die Verpflichtung zur Abtretung.

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Höherqualifizierende Berufsbildung stärken

 
 

Wir fördern die Fachkräftesicherung in Deutschland nachhaltig, indem wir die Aufstiegsfortbildungsförderung aktualisieren.

Mit dem Gesetz wollen wir die höherqualifizierende Berufsbildung stärken. Dazu wollen wir die Förderhöchstbeträge für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie für das Prüfungsstück an das gestiegene Preisniveau anpassen. Weiter soll der sogenannte „Bestehenserlass“ von 50 auf 60 Prozent des Restdarlehens für Teilnehmer, die einen KfW-Darlehen in Anspruch nehmen und die Prüfung erfolgreich bestehen, angehoben werden.

Wir wollen für Arbeitgeber die Möglichkeit eröffnen, sich an den Kosten der Fortbildungsmaßnahme zu beteiligen, ohne dass dies auf die Förderung angerechnet wird, und streben eine Anhebung des Kinderbetreuungszuschlags zur stärkeren Unterstützung von Alleinerziehenden an.

Unterstützung für Betroffene terroristischer Anschläge

 
 

Der Staat lässt die Opfer terroristischer Gewalt und ihre Angehörigen nicht allein. Mit dem Bundesopferbeauftragtengesetz – konkret der 1. Lesung zum Gesetz über eine Beauftragte oder einen Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen Straftaten im Inland (Bundesopferbeauftragtengesetz – BOpfBeG) - stärken wir die Unterstützung für Betroffene terroristischer Anschläge. Wir stellen das Amt des Bundesopferbeauftragten erstmals auf eine dauerhafte gesetzliche Grundlage und regeln seine Aufgaben und Zuständigkeiten verbindlich. Damit sorgen wir für verlässliche Ansprechpartner und gezielte Unterstützung für die Opfer furchtbarster Taten.

Bessere Chancen für junge Menschen

 
 

Gute Bildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen. Deshalb machen wir das BAföG mit der 1. Lesung zum 30. Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes und anderer Gesetze (30. BAföGÄndG) einfacher, digitaler und bedarfsgerechter.

Wir erhöhen die Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro, heben die Bedarfssätze schrittweise an und vereinfachen die Antragstellung. Damit setzen wir nach langen Verhandlungen zentrale Vereinbarungen des Koalitionsvertrags um und schaffen bessere Chancen für junge Menschen, ihren Bildungsweg selbstbestimmt zu gestalten.

Wir stärken unsere Reserve

 
 

Mit dem Reservestärkungsgesetz (ResStG; 1. Lesung) wollen wir die Reserve als festen Bestandteil der Bundeswehr stärken und die personelle Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit unserer Streitkräfte angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage sicherstellen.

Dafür schaffen wir verlässliche gesetzliche Grundlagen, um Reservistinnen und Reservisten verpflichtend heranziehen zu können, wobei die Dauer der Verpflichtung von der zuvor geleisteten aktiven Dienstzeit abhängt.

Wir beschleunigen verteidigungswichtige Infrastrukturvorhaben

 
 

Mit dem Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren für verteidigungswichtige Infrastrukturvorhaben der Bundeswehr weiter beschleunigen und bestehende Verfahrenshemmnisse abbauen. Ziel ist es, die notwendige Infrastruktur schneller auszubauen und damit die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands zu stärken.

Weitere Schritte beim Bürokratieabbau

 
 

Wir bauen Bürokratie im Bereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und weiteren Bereichen ab.

Das Gesetz wird ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung sein, dem weitere folgen werden. Es beinhaltet verschiedene Rechtsänderungen, durch welche landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft sowie auch Behörden von Melde-, Nachweis- und Genehmigungspflichten entlastet werden sollen. So sind bspw. Änderungen im Pflanzenschutzgesetz, der Bundes-Tierärzteordnung und dem GAP-Direktzahlungen-Gesetz vorgesehen.

Daneben bleibt die massive Bürokratiebelastung durch EU-Recht eine Herausforderung, die auf Ebene der Europäischen Union dringend mit deutlichem Nachdruck angegangen werden muss.

Wir treiben den Bürokratierückbau mit der Einbringung des Gesetzes zum Bürokratierückbau, zur Digitalisierung und zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts voran. Des Weiteren wird ein Vorhaben aus dem Aktionsplan der Bundesregierung „Deutschland auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk“ umgesetzt und im Strahlenschutzgesetz eine explizite Regelung zur Kernfusion aufgenommen, um für Forschung, Entwicklung und unternehmerisches Engagement die notwendige Rechtssicherheit und –klarheit für den anwendbaren regulatorischen Rahmen zu schaffen. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Fusionskraftwerk.

3. Die Woche im Kabinett

 

Bundeskabinett startet parlamentarisches Verfahren zu Post, Umsatzsteuer und Zuckersteuer

 
 

Das Bundeskabinett hat heute u.a. Formulierungshilfen zum Postgesetz, zur Umsatzsteuer und zur Zuckergetränkesteuer beschlossen. Diese sind nun Grundlage für das parlamentarische Verfahren. Des Weiteren wurde die Einsetzung der Pflegereformkommission beschlossen.

Weitere Informationen zu den Kabinettsitzungen finden Sie hier.

4. Daten und Fakten

 

13. Oktober 1930: Jungfernflug der Tante Ju

 
 

In Berlin startet am 13. Oktober 1930 die von Hugo Junkers entworfene Transportmaschine Ju 52 zu ihrem Jungfernflug. Die von Diplomingenieur Ernst Zindel mitentwickelte Maschine wird ingsesamt über 5.000 Mal hergestellt. Das Flugzeug mit dem Spitznamen "Tante Ju" ist ein Alleskönner. Es kommt in der ganzen Welt zum Einsatz, transportiert Passagiere der Lufthansa und fliegt im Zweiten Weltkrieg als Bomber.

Auch bei der Erkundung von Fernverkehrsstrecken spielt sie eine Rolle. Schon 1934 wird ein Fernflug von Berlin nach Shanghai durchgeführt, 1936 und 1937 finden mehrfach Flüge nach China über Afghanistan statt. Dabei wird das Pamir-Gebirge in Höhen von 4.000 bis 5.000 Meter überflogen. Bis 1945 dient die Ju 52 als Standardmodell der Lufthansa. Heute sind noch eine Handvoll der Maschinen flugfähig.

12. Oktober 2012: EU erhält Friedensnobelpreis

 
 

Am 12. Oktober 2012 erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis. In der Begründung des Nobelpreiskomitees steht unter anderem, dass die EU "mehr als sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beigetragen" hat. Von ehemaligen Nobelpreisträgern hagelt es allerdings auch Kritik: Die EU würde unter anderem mit Waffenexporten indirekt zu Krieg und Krisen beitragen. Auch werden der EU Menschenrechtsverletzungen im Zuge der Asyl- und Flüchtlingspolitik vorgeworfen. Die Preisverleihung findet am 10. Dezember 2012 in Oslo statt. Der Nobelpreis wird von dem Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy, dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz entgegengenommen. Das Preisgeld von umgerechnet 930.000 Euro wird von der EU auf zwei Millionen Euro aufgestockt und an Projekte gestiftet, die Kinder in Kriegs- und Krisengebieten unterstützen.

5. In eigener Sache

 

Politische Informationsreise auf meine Einladung hin in dieser Woche nach Berlin

 
 

In dieser Woche war meine dritte Besuchergruppe in diesem Jahr mit fast 50 Teilnehmenden aus dem Land- und Wahlkreis Reutlingen auf politischer Bildungsreise in Berlin. Das Programm des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung führte die Gruppe in vier Tagen zu zentralen Orten der deutschen Demokratie, der Geschichte und der Bundespolitik.

Am Donnerstag besuchte die Gruppe zunächst eine Plenardebatte im Deutschen Bundestag. Im Anschluss hatten wir im Reichstagsgebäude Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch, bevor es auf die Kuppel des Reichstagsgebäudes ging. Bereits am Mittag hatte ich die Teilnehmenden in der Landesvertretung Baden-Württemberg begrüßt.

Am Nachmittag stand ein Informationsgespräch im Bundesministerium für Verkehr auf dem Programm. Ein Besuch in einem Ministerium gehört bei diesen Berlin-Fahrten regelmäßig dazu; dass Bundesverkehrsminister Steffen Bilger persönlich zu der Gruppe kam, war jedoch ein besonderes und erfreuliches Erlebnis. Herzlichen Dank, lieber Steffen, für Dein Kommen und den direkten Austausch.

Die Reise verband aktuelle Politik mit wichtigen Stationen der deutschen Geschichte: Dazu zählten eine Führung auf dem Teufelsberg, der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, eine politisch orientierte Stadtrundfahrt sowie eine Führung im Bundeskanzleramt. Zum Abschluss der Reise war am Freitag noch ein Informationsgespräch beim Bundesnachrichtendienst.

Ich freue mich sehr über den regen Austausch mit so vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Region. Politische Bildung lebt von solchen Begegnungen – und ich hoffe, dass alle Teilnehmenden viele interessante Eindrücke und gute Gespräche aus Berlin mit nach Hause nehmen.

Praktikum von Carla Tress aus Oberstetten in meinem Berliner Abgeordnetenbüro

 
 

Carla Tress aus Oberstetten hat mich und mein Team in dieser Woche in meinem Berliner Abgeordnetenbüro begleitet.

Hier ihr Praktikumsbericht:

"Mein Name ist Carla Tress, ich bin sechzehn Jahre alt und wohne in Oberstetten, einem Dorf, das zum Wahlkreis von Michael Donth MdB gehört. Ich besuche das Gymnasium in Gammertingen. Dort liegen meine Interessen in den Fächern Politik und Geschichte. Aber auch außerhalb der Schule interessiere ich mich für Politik. Daher hat es mich interessiert, wie die Arbeit eines Abgeordneten im Bundestag aussieht.

In meinem einwöchigen Praktikum im Bundestag konnte ich viel über die Arbeit von Michael Donth und seinen Mitarbeitern lernen, aber nicht nur das, ich hatte auch die Chance viele neue Leute kennen zu lernen, da Michael Donth MdB mich zu parlamentarischen Frühstücken oder Abenden mitgenommen hat. Außerdem bekam ich in dieser Woche einen vertieften Einblick in die Politik und konnte mich fortbilden.

Michael Donth nahm mich zu verschiedenen Terminen mit, wie zum Beispiel zu einem Termin mit einer Besuchergruppe aus seinem Wahlkreis, dies war sehr interessant, da mir dort bewusst wurde, wie wichtig der Kontakt zu seinem Wahlkreis ist, aber auch bei parlamentarischen Veranstaltungen oder bei einer Demonstration von verschiedenen Rettungsdiensten wurde mir klar, dass der Austausch mit Lobbyisten essenziell ist.

Besonders spannend fand ich aber auch die verschiedenen Ausschüsse, da dort die eigentlichen Entscheidungen für unser Land getroffen werden. Aber auch die Debatten im Plenarsaal fand ich zutiefst beeindruckend, weil es meiner Meinung nach einen Unterschied macht, ob man sich eine Debatte im Fernsehen ansieht oder ob man vor Ort ist und sie sich in echt ansehen kann. Nicht zu vergessen ist aber auch die Fraktionssitzung, da ich dort viele Minister getroffen habe.

Insgesamt war ich bei verschiedenen Terminen dabei und konnte viel über die Kommunikation zwischen den Parteien, aber auch den Lobbyisten lernen. Außerdem habe ich auch erfahren, wie viel Arbeit hinter einem Abgeordneten steckt und, dass seine Mitarbeiter auch eine wichtige Rolle spielen. Es steckt also mehr hinter einem Abgeordneten als man denkt.

Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken bei Michael Donth, da er mir einen tiefen Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten gegeben hat. So konnte ich nicht nur viel über die Politik lernen, sondern auch viel für das Leben mitnehmen. Ich möchte mich aber auch noch bei seinen Mitarbeitern Maren Meinzinger und Alkmar von Alvensleben bedanken, da sie mir auch viel gezeigt und erklärt haben."

Danke für Deine Unterstützung!

6. Termine im Wahlkreis

 

16. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Metzingen
Weinfest der Stadtkapelle Metzingen

17. Oktober 2026, 10.00 Uhr, Albstadt-Onstmettingen
Bezirksparteitag der CDU Württemberg-Hohenzollern mit Wahl eines neuen Bezirksvorsitzenden

18. Oktober 2026 - 28. Oktober 2026
Delegationsreise mit der Parlamentariergruppe Mittelamerika des Deutschen Bundestags nach Panama, Guyana und Suriname mit politischen Gesprächen

29. Oktober 2026, 14.00 Uhr, Metzingen
Veranstaltung der MIT im Kreis Reutlingen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Connemann zum Thema "Mittelstand stärken – Überregulierung abbauen"

29. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Römerstein-Böhringen
Mitgliederversammlung der CDU Römerstein-Grabenstetten

30. Oktober 2026, 10.00 - 12.00 Uhr, Reutlingen
Bürgersprechstunde im Wahlkreisbüro in Reutlingen
Termine nach vorheriger Anmeldung unter michael.donth@bundestag.de oder 07121 / 385 445.

1. November 2026, 11.00 Uhr, Gruorn
Herbsttreffen an Allerheiligen des Komitees zur Erhaltung der Kirche in Gruorn e. V.

2. November 2026 - 6. November 2026, Berlin
Sitzungswoche im Deutschen Bundestag in Berlin

 

Weitere Termine finden Sie auf meiner Homepage unter www.michael-donth.de.

 

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Michael Donth MdB, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

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