9. Oktober 2026 | Nr. 34

Inhalt

1. Die politische Lage in Deutschland

2. Die Woche im Parlament

3. Die Woche im Kabinett

4. Daten und Fakten

5. In eigener Sache

6. Terminauswahl im Wahlkreis

Liebe Leserin, lieber Leser,

in dieser Sitzungswoche standen im Deutschen Bundestag zahlreiche wichtige Themen auf der Tagesordnung. Am Mittwoch fand die Regierungsbefragung statt, bei der sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) den Fragen der Abgeordneten stellten. Auch ich habe Fragen gestellt, die Sie weiter unten in diesem Brief finden. In Aktuellen Stunden diskutierten wir unter anderem über die deutlich positiveren Wirtschaftsprognosen 2027 sowie – auf Verlangen der AfD – über finanzielle Unterstützung für die Ukraine. 

Besonders hervorheben möchte ich die Vereinbarte Debatte am Mittwoch zum Thema „Drei Jahre nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel – Antisemitismus entschlossen bekämpfen, Jüdisches Leben in Deutschland schützen". 

Am Donnerstag debattierten wir über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes für die EU-geführte Operation EUNAVFOR ASPIDES zur Abwehr von Angriffen der Huthi-Milizen auf die Schifffahrt im Roten Meer, was unseren Handel und unsere Industrie direkt betrifft.

Ebenfalls am Donnerstag beriet das Plenum das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz, mit dem Hilfen für Kinder und Jugendliche gebündelt, Jugendämter entlastet und kommunale Angebote sowie Bildungsassistenzen in Kitas und Schulen gestärkt werden sollen. 

Am Freitag standen mehrere Gesetzentwürfe auf der Agenda, darunter die Änderung des Telekommunikationsgesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen sowie das Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz zur Einführung bundesweiter Qualitätsstandards in der Kindertagesbetreuung. Daneben diskutierten wir drei Anträge der Fraktion Die Linke zur Rentenpolitik. Über die ganze Woche hinweg fanden zudem wichtige Ausschusssitzungen statt, etwa Anhörungen zur Führerscheinreform, zur Einführung einer Frühstartrente sowie Fachgespräche zu den PISA-Ergebnissen. Wir merken, dass eine ganze Reihe von Änderungen nun konkreter werden und in Umsetzung sind.

Parallel dazu tagte in dieser Woche der Koalitionsausschuss unter den Eindrücken der jüngsten Landtagswahlen, bei denen AfD oder Linke in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin stärkste Kraft wurden. Nach mehr als vierstündigen Beratungen einigten sich die Spitzen von Union und SPD darauf, die im Juli beschlossenen Reformvorhaben in den Bereichen Rente, Steuern, Pflege und Arbeitsmarkt weiter voranzubringen und „zügig“ zum Abschluss zu bringen. Konkrete neue Beschlüsse wurden nicht getroffen; vielmehr ging es um eine atmosphärische Verständigung und die Bestätigung, dass der Koalitionsvertrag und das bestehende Reformpaket unverändert die Geschäftsgrundlage bleiben. Zugleich bekräftigten beide Seiten ihre klare Kante gegen politischen Extremismus und betonten, dass wirtschaftliches Wachstum, sichere Arbeitsplätze und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Zentrum des weiteren Arbeitsprogramms stehen müssen. Kanzler Friedrich Merz hatte bereits im Vorfeld betont, er rechne nicht mit einer kompletten Umsetzung bis Weihnachten, hoffe aber, dass das Paket im Frühjahr 2027 „in trockenen Tüchern“ sei. Das zeigt, dass die Koalition weiter zusammensteht und handelt, auch wenn manche aus Politik und Medien immer wieder ihr Ende herbeireden wollen.

Die Stimmung im Land ist aktuell von den Wahlergebnissen und den anhaltenden Debatten über Reformgeschwindigkeit und -umfang geprägt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Koalition jetzt liefern – nicht mit neuen Grundsatzdebatten, sondern mit der konsequenten Umsetzung dessen, was wir uns vorgenommen haben. Der Koalitionsausschuss hat in dieser Woche noch einmal bekräftigt, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Ich bin überzeugt: Wenn wir die verabredeten Reformen zügig und sorgfältig umsetzen, können wir Vertrauen zurückgewinnen und zeigen, dass Politik Probleme löst – nicht nur diskutiert.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Michael Donth MdB 

Michael Donth
Mitglied des Deutschen Bundestages

Büro Berlin | Platz der Republik 1, 11011 Berlin | Tel.: 030 / 227 778 17

Büro Reutlingen | Seestraße 6-8, 72764 Reutlingen | Tel.: 07121 / 385 445

michael.donth@bundestag.de | www.michael-donth.de

1. Die politische Lage in Deutschland

Für Sicherheit, Freiheit und wirtschaftlichen Aufschwung

 
 

In dieser Woche erinnerte der 7. Oktober an den terroristischen Überfall der Hamas auf Israel, an die Ermordung jüdischer Menschen und an das Leid der Geiseln und ihrer Angehörigen vor drei Jahren. Heute muss klarer sein denn je: Jüdisches Leben muss sicher sein – in Israel und in Deutschland. Antisemitismus muss mit aller Kraft bekämpft werden. Das gilt auch für die politische Zusammenarbeit. Wer jüdisches Leben schützen will, muss klare Grenzen ziehen. Parteien, die ein ungeklärtes Verhältnis zum Antisemitismus oder auch zur Arbeit unserer Sicherheitsbehörden haben, dürfen keine Regierungsverantwortung tragen.

Am 3. Oktober feierten wir den Tag der Deutschen Einheit. Wir feiern, was wir gemeinsam erreicht haben: Freiheit, Einheit und Selbstbestimmung. Diese Werte machen unser Land aus. Sie verdienen unseren Einsatz. Denn Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss geschützt werden, gegen Extremismus, politische Gewalt und Menschenfeindlichkeit – von rechts wie von links. Einheit heißt deshalb mehr als ein gemeinsamer Staat: Sie heißt, gemeinsam frei zu sein, Verantwortung zu übernehmen und unsere demokratische Ordnung zu schützen. Das tun wir konsequent – gerade in aufgeregten Zeiten wie diesen.

Vor uns liegen weiter viele Herausforderungen, viel Arbeit ruft. Aber es gibt auch erste positive Signale aus der Wirtschaft. Die Wirtschaftsforschungsinstitute heben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 0,6% auf 1,3% an. Der Geschäftsklimaindex ist leicht angestiegen, die deutschen Exporte haben einen positiven Wachstumstrend, wir haben sogar 52% mehr Start-Up-Gründungen als im Vorjahr.

Die Migrationszahlen entwickeln sich weiter deutlich rückläufig. Im September 2026 wurden 5.276 Asylerstanträge registriert, das ist der niedrigste Septemberwert seit 2012 und etwa 70% weniger als noch im September 2024. Der Kurswechsel wirkt, aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Unser Ziel bleibt, irreguläre Migration dauerhaft zu begrenzen und die Kontrolle darüber zu behalten, wer nach Deutschland kommt und wer bleiben darf.

Im Deutschen Bundestag zeigen wir in dieser Woche einmal mehr, dass wir unser Land weiter voranbringen wollen – mit insgesamt 24 Gesetzen in 1. Lesung: vom Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz bis hin zu weiteren Maßnahmen für den Bürokratierückbau.

2. Die Woche im Parlament

 

Neue Produkte brauchen moderne Haftungsregeln

 
 

Mit der 2./3. Lesung des Gesetzes zur Modernisierung des Produkthaftungsrechts bringen wir das Produkthaftungsrecht ins digitale Zeitalter und beziehen Software und KI ausdrücklich mit ein. Wer ein fehlerhaftes Produkt auf den Markt bringt, muss dafür einstehen – egal ob der Fehler in einem Bauteil oder im Code steckt. Zugleich achten wir darauf, dass Haftung nicht zum Innovationshemmnis für unsere Unternehmen wird. Wir setzen die europäischen Vorgaben zielgenau um, schützen Geschäftsgeheimnisse bei der Offenlegung von Beweismitteln und nehmen nicht-kommerzielle Open-Source-Software von der Haftung aus. So schaffen wir Rechtssicherheit, ohne Entwicklung und Einsatz neuer Technologien unnötig auszubremsen.

Gesetzes zu der Mehrseitigen Vereinbarung vom 8. Juni 2023 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen nach dem Melderahmen für Kryptowerte

 
 

Mit dem Abschluss des Gesetzes zu der Mehrseitigen Vereinbarung vom 8. Juni 2023 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen nach dem Melderahmen für Kryptowerte stärken wir die Datengrundlage der Finanzverwaltung für Krypto-Sachverhalte, ohne materiell neue Steuern einzuführen.

Es dient der Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung und der Förderung der Steuerehrlichkeit. Zudem ist das Vorhaben international anschlussfähig. Deutschland setzt auf einen OECD-/G20-basierten Standard und vermeidet nationale Alleingänge. Der automatische Austausch soll mit einer Vielzahl relevanter Staaten erfolgen und grenzüberschreitende Ausweichgestaltungen erschweren. So versetzen wir die Finanzverwaltung in die Lage, Krypto-Transaktionen besser zu prüfen.

Frühkindliche Bildung stärken

 
 

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Startchancen von Kindern und zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung wollen wir erreichen, dass alle Kinder die Schule erfolgreich beenden und ihre berufliche Laufbahn gelingt. Wir haben erkannt, dass wir viel stärker bei der frühkindlichen Bildung ansetzen müssen. Das Gesetz wird bundesweit verpflichtende Sprach- und Entwicklungsstands-Erhebungen spätestens für vierjährige Kinder einführen. Wird Bedarf festgestellt, soll verpflichtend eine individuelle Förderung erfolgen. Unser Ziel ist: Wer eingeschult wird, kann deutsch sprechen und dem Unterricht folgen. Das Aufstiegsversprechen muss wieder gelten.

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Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe

 
 

Mit dem Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe setzen wir die Vereinbarung zwischen dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidenten der Länder um. Im Wesentlichen ist folgendes vorgesehen: Die Bildungsassistenz (in Schule und Kita) soll zukümftig durch Gruppenangebote, die mit dem so genannten „Pooling“ vergleichbar sind, geleistet werden. Bedarfsgerecht können weiterhin Einzelassistenzen eingesetzt werden, sofern ein individueller Betreuungsbedarf besteht. Familien mit Unterstützungsbedarf werden künftig vorrangig an niedrigschwellige kommunale Infrastrukturangebote wie Familienzentren, Erziehungs- und Familienberatungsstellen und Elternkurse verwiesen.

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Einkommensteuerreformgesetzes 2027 und Jahressteuergesetz

 
 

Mit der Einbringung des Einkommensteuerreformgesetzes 2027 setzen wir die verfassungsrechtlich erforderliche Anhebung von Grund- und Kinderfreibetrag für die Veranlagungszeiträume 2027 und 2028 um. Entsprechend erhöhen wir das Kindergeld. Zusätzlich wird auch der Arbeitnehmer-Pauschbetrag um 200 Euro angehoben. Zur Gegenfinanzierung sieht der Gesetzentwurf einen höheren Reichensteuersatz sowie die Einführung einer weiteren Proportionalzone zwischen 250.000 und 280.000 Euro vor. Außerdem wird die pauschale Besteuerung von Minijobs leicht angehoben. Darüber hinaus erhöhen wir die Grundlohngrenze bei der steuerlichen Begünstigung von Sonn- und Feiertagszuschlägen auf 75 Euro.

Mit dem Jahressteuergesetz sollen steuerliche Rechtsänderungen, bei denen Änderungsbedarf besteht, umgesetzt werden. Dies betrifft insbesondere notwendige Anpassungen von indexierten Kindergeldzahlungen ins Ausland an EU-Recht und EuGH-Rechtsprechung sowie Reaktionen auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

Gesetz für mehr Gerechtigkeit durch die Stärkung der Zollverwaltung und die Bekämpfung der Finanzkriminalität

 
 

Zudem bauen wir mit dem Gesetz für mehr Gerechtigkeit durch die Stärkung der Zollverwaltung und die Bekämpfung der Finanzkriminalität die Fähigkeiten des Zolls zur Bekämpfung von (Finanz-)Kriminalität weiter aus. Dabei schaffen wir die rechtliche Grundlage zur Modernisierung der Zollverwaltung und stärken die Befugnisse der Zollverwaltung, insbesondere durch ein neues Instrument der administrativen Ermittlung und Sicherstellung von Vermögensgegenständen, an deren rechtmäßiger Herkunft begründete Zweifel bestehen. Zudem sind flankierende Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur digitalen Transformation des Zolls vorgesehen.

Wir machen Tempo beim Netzausbau für bessere Telekommunikation

 
 

Mit der sogenannten TKG-Novelle 2026 werden wir (diese Woche 1. Lesung des Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Verbesserung der telekommunikationsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Telekommunikationsnetzen) den Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk, vereinfachen Genehmigungen beschleunigen und schaffen mit dem Gigabit-Grundbuch mehr Transparenz. Zugleich stellen wir die Weichen für den geordneten Übergang vom Kupfer- zum Glasfasernetz.

Unser Anspruch ist klar: Investitionen erleichtern, statt sie durch unnötige Bürokratie zu erschweren.

Mehr Flexibilität für die Wissenschaft

 
 

Wer sich für eine wissenschaftliche Karriere entscheidet, braucht Perspektiven statt Kettenverträge. Deshalb führen wir mit der 1. Lesung des Gesetzes des Befristungsrechts im Wissenschaftsbereich erstmals Mindestvertragslaufzeiten von drei Jahren vor und zwei Jahren nach der Promotion ein und verbessern die Absicherung bei Familie und Pflege. Gleichzeitig erhalten wir die notwendige Flexibilität für Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Damit schaffen wir verlässliche Karrierewege und machen den Wissenschaftsstandort Deutschland attraktiver für die besten Köpfe. Denn gute Arbeitsbedingungen und exzellente, wettbewerbsfähige Forschung gehören zweifelsohne zusammen.

Weitere Schritte zur Digitalisierung des Gesundheitswesens

 
 

Wir verbessern die Daten und sorgen für digitale Innovation im Gesundheitswesen. In erster Lesung haben wir ein Gesetz, das insbesondere die wesentlichen technischen Voraussetzungen für ein „digital gestütztes Primärversorgungssystem“ schaffen soll, das benötigt wird, um Patienten beim ersten gesundheitlichen Anliegen optimal zu steuern und zu behandeln, beraten. Weiter wollen wir die Nutzung der Gesundheitsdaten verbessern und die elektronische Patientenakte weiterentwickeln, um ihre bestmögliche und praktikable Nutzung zu gewährleisten.

Weitere Maßnahmen für bezahlbarere Energie und Versorgungssicherheit

 
 

Wir treiben den Ausbau der Windenergie auf See voran und bringen hierzu ein Gesetz ein, um mehr Planungs- und Investitionssicherheit sowie Versorgungssicherheit, nationale Resilienz und Unabhängigkeit zu schaffen. Mit intelligenter Optimierung und Synchronisierung von Erzeugung und Netzanbindung sollen die Systemkosten gesenkt werden, insbesondere durch die Überbauung der Netzanschlüsse. Zudem sollen Abschattungseffekte reduziert und die Regellaufzeit von Windenergieanlagen erhöht werden.

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3. Die Woche im Kabinett

 

Kabinett beschließt neues Drei-Säulen-Modell für die Finanzierung der Autobahn GmbH

 
 

Das Bundeskabinett hat diese Woche u.a. den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Finanzierung der Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen“ beschlossen. Der Gesetzentwurf soll die Finanzierung der Autobahn GmbH des Bundes langfristig verlässlicher und flexibler ausgestalten. Kernstück ist die Einführung eines Drei-Säulen-Modells aus Bundeshaushaltsmitteln, Einnahmen aus der Lkw-Maut sowie einer begrenzten Kreditaufnahme der Autobahn GmbH. Ziel ist es, Investitionen in Erhalt, Modernisierung und Ausbau der Bundesfernstraßen stärker von den jährlichen Haushaltszyklen zu entkoppeln und die Planungssicherheit für mehrjährige Infrastrukturprojekte zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den Kabinettsitzungen finden Sie hier.

4. Daten und Fakten

 

11. Oktober 1956: Verkehrssünderkartei wird beschlossen

 
 

In der Zeit des Wirtschaftswunders wird das Auto zum Statussymbol. In der Folge boomt der Verkehr, die Zahl der Fahrzeuge steigt rasant und Unfälle, sowie Verkehrsverstöße nehmen deutlich zu. Deshalb beschließt der Bundestag am 11. Oktober 1956 als "Instrument der Verkehrserziehung" die Einrichtung der Flensburger "Verkehrssünderkartei". Allerdings werden erst am 2. Januar 1958 die ersten Strafpunkte westdeutscher Autofahrer eingetragen.

In der DDR werden Verkehrssünden direkt in den Führerschein gestempelt. Dieses Kärtchen heißt im Volksmund "Stempelschein" und offiziell "Berechtigungsschein". Je nach Schwere des Verkehrsdelikts kann die Volkspolizei bis zu vier Stempel eintragen. Wer innerhalb der Ablauffrist insgesamt fünf Stempel "erntet", wird mit einem Fahrverbot bestraft. Und noch einen Unterschied zur BRD gibt es: In der DDR gibt es keinen Bußgeldkatalog, die Verkehrspolizisten entscheiden nach ihrem eigenen Regelwerk.

6. Oktober 1961: Erster Herzschrittmacher in Deutschland

 
 

Am 6. Oktober 1961 erhält erstmals in Deutschland ein Patient einen Herzschrittmacher. Das Gerät wird einem damals 19-jährigen Mann in Düsseldorf eingesetzt. Der Chirurg Heinz-Joachim Sykosch führt die Operation durch - und zwar gegen den Willen des Chefarztes. Als dieser auf Angeltour ist, wagt der junge Arzt das waghalsige Experiment: "Mein Chef hat mir die Operation damals nicht erlaubt, ich habe sie aber trotzdem durchgeführt", so Sykosch. Der Patient lebt anschließend noch 30 Jahre. Sykosch hat das etwa faustgroße und 300 Gramm schwere Gerät von einem befreundeten Arzt aus Amerika besorgt.

5. In eigener Sache

 

Meine 15. Rede im Deutschen Bundestag

 
 

Am Donnerstagabend sehr spät habe ich in meiner 15. Rede zum Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Ausbaustrecke/Neubaustrecke Hannover – Hamburg gesprochen. Ein für ganz Norddeutschland wichtiges, in Niedersachsen aber äußerst umstrittenes Schienenprojekt. In unserem Antrag sind wir deshalb nicht nur auf das verkehrlich Richtige und Notwendige eingegangen, wir haben auch zahlreiche Wünsche und Verbesserungen an der überlasteten Bestandsstrecke beschlossen.

Meine Rede finden Sie hier.

Digitale Schiene: Meine Frage an Verkehrsminister Bilger in der Regierungsbefragung

 
 

Am Mittwochnachmittag standen in der nachmittäglichen Regierungsbefragung Verkehrsminister Steffen Bilger und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für Fragen des zur Verfügung. Im Rahmen einer Nachfrage habe ich dem Verkehrsminister eine Frage zur Digitalisierung der Schiene gestellt.

Diese finden Sie hier.

Meine Frage zur Führerscheinreform: Bilger will Kosten für Bus und Lkw senken

 
 

In einer weiteren Frage bei der Befragung der Bundesregierung am Mittwochnachmittag habe ich Verkehrsminister Steffen Bilger  gefragt, ob die Führerscheinreform auch die extrem hohen Kosten für Bus- und Lkw-Führerscheine berücksichtigt. Die können  teilweise bei über 10.000 Euro liegen und erschweren es, dringend benötigtes Fahrpersonal zu gewinnen. Der Minister sieht Handlungsbedarf und will auch für Lkw- und Busführerscheine Möglichkeiten zur Kostensenkung prüfen. 

Diese finden Sie hier.

DZT-Förderung gesichert: Bundesregierung setzt internationale Werbung für Deutschland fort

 
 

Und auch an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche habe ich am Mittwochnachmittag in der Regierungsbefragung eine Frage stellen können. Es ging um die Finanzierung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) gefragt. Die DZT wirbt im Ausland für den Tourismusstandort Deutschland und bringt damit wichtige Wertschöpfung und zahlungskräftige Gäste ins Land. Die Ministerin hat zugesagt, die Unterstützung fortzusetzen und die internationale Werbung für Deutschland weiter zu fördern.

Diese finden Sie hier.

Besuch aus der Heimat: Fast 100 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Realschule Laichingen zu Gast im Bundestag

 
 

Am Dienstagvormittag hatten wir Besuch aus der Heimat, aus dem Alb-Donau-Kreis, den ich zum Teil  mit betreue.

Leider konnte ich nicht dabei sein, weil zeitgleich Sitzung der AG Verkehr war. 

Die drei 10. Klassen der Anne-Frank-Realschule aus  Laichingen ist mit fast 100 Schülern in Berlin und war am Dienstag im Parlament.

Danke für Euren Besuch und Euer Interesse!

Junge Busunternehmer zu Gast im Bundestag: Gemeinsam für die Zukunft der Busbranche

 
 

Die Busunternehmer hatten in dieser Woche einen Kongress in Berlin. Eine besondere Gruppe aus dem Verband war am Montagnachmittag zu einem Gespräch bei uns im Bundestag, nämlich die Gruppe der Jungen Unternehmer - unter dem Stichwort "bdo | Next Generation". 

Gemeinsam mit mehreren Kolleginnen und Kollegen aus dem Parlament haben wir uns mit den Vertretern aus ganz Deutschland ausgetauscht, die ihren Unternehmen zum Teil in 5. Generation führen. Zukunft der Rente, Dieselpreise, E-Busse und weitere Themen standen an. Es war ermutigend zu sehen, dass es immer moch engagierte Jungunternehmer gibt. Im Anschluss haben wir noch einen kleinen Rundgang durch das Haus gemacht. Danke für den Besuch.

Besuch von ERMSTAL hilft e. V. um Simon Nowotni und Martin Salzer mit Gästen aus der Ukraine im Deutschen Bundestag

 
 

Diese Woche fand in Berlin eine kommunale  Partnerschaftskonferenz statt, bei der Partner aus Deutschland und der Ukraine in den Austausch kamen. 

Aus dem Wahlkreis war Ermstal-hilft e. V. u.a. mit den engagierten Vorsitzenden Simon Nowotni und Martin Salzer dabei. 

Zusammen mit den beiden Bürgermeistern Viktoria Raicheva aus Sarata und Sergej Parpulanskyi aus Arzis und weiteren Gästen haben sie mich am Donnerstagabend im Bundestag besucht. 

Beide Kollegen aus der Ukraine hatte ich bei meinem Besuch vor drei Jahren im früheren Bessarabien bereits kennengelernt. 

Neben einem Gespräch mit mir, dem Besuch der Kuppel und unseres Fraktionssitzungssaals war für die Gäste der Besuch einer Bundestagssitzung einer der Höhepunkte. Danke für Euren Besuch und  eine gute und sichere Heimkehr.

Praktikum von Benedikt Rall aus Reutlingen in meinem Berliner Abgeordnetenbüro

 
 

Benedikt Rall aus Reutlingen hat mich und mein Team drei Wochen lang in Berlin und auch in Reutlingen begleitet.

Hier sein Praktikumsbericht:

"Ich bin Benedikt Rall, komme aus Reutlingen und studiere Politikwissenschaft an der LMU München. In den letzten drei Wochen durfte ich bei Michael Donth erleben, wie der Alltag eines Bundestagsabgeordneten und dessen Büro aussehen. Ich verbrachte zwei Sitzungswochen in Berlin und eine Woche im Wahlkreis.

Dabei hat mich immer wieder beeindruckt, wie ein Abgeordneter eher weniger im Bundestag „sitzt“. Er ist ständig unterwegs, vom Verkehrsausschuss in die Arbeitsgruppe, von dort ins Plenum, abends zum parlamentarischen Abend und zwischendurch zu verschiedenen Gesprächsterminen..."

Danke für Deine Unterstützung!

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6. Termine im Wahlkreis

 

11. Oktober 2026, 10.00 Uhr, Pfronstetten-Aichelau
Erntedankfest des Kreisbauernverbandes Reutlingen e. V. mit Gottesdienst und Gläserne Produktion auf dem Hof Arnold

11. Oktober 2026, 13.00 Uhr, Zwiefalten-Baach
200-jähriges Betriebsjubiläum der Firma Hepp Haustechnik

11. Oktober 2026, 15.00 Uhr, Reutlingen
Tag der Sicherheit

12. Oktober 2026, 8.30 Uhr, Reutlingen
Schöffendienst am Amtsgericht Reutlingen

13. Oktober 2026 - 16. Oktober 2026, Berlin
Politische Informationsfahrt von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Wahlkreis auf meine Einladung hin nach Berlin

12. Oktober 2026 - 16. Oktober 2026, Berlin
Sitzungswoche im Deutschen Bundestag in Berlin

 

Weitere Termine finden Sie auf meiner Homepage unter www.michael-donth.de.

 

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Michael Donth MdB, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

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