19. Januar 2024 | Nr. 53

Inhalt

1. Die politische Lage in Deutschland

2. Die Woche im Parlament

3. Daten und Fakten

4. In eigener Sache

5. Terminauswahl im Wahlkreis

Liebe Leserin, lieber Leser,

zu Beginn wünsche ich Ihnen von Herzen noch ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr 2024. Ich hoffe, Sie hatten die Gelegenheit, in den Tagen seit Weihnachten etwas Ruhe zu finden und Kraft zu tanken.

Wenn man die Medien und die Politik verfolgt hat, so kann man einen anderen Eindruck gewinnen. Durch die Demonstrationen der Bauern ging und geht es heiß her, vordergründig geht es um die Entscheidung von SPD, Grünen und FDP, im Rahmen der Einsparungsbemühungen die Bauern mit 1 Mrd. Euro pro Jahr zu belasten. Wegen der Proteste wurde von den gleichen Personen, die sie zuvor beschlossen hatten, diese Einsparung zur Hälfte wieder zurückgenommen. Jetzt soll „nur“ noch die Agrardieselrückvergütung in zwei Schritten 2024 und 2025 gestrichen werden. Doch auch das ist eine Belastung für unsere Höfe und eine Verzerrung des Wettbewerbes, weil andere Landwirte in Europa von ihren Regierungen diese Verbilligungen weiterhin erhalten. Diese Rückvergütung war vor Jahrzehnten eingeführt worden, weil die Einnahmen der damaligen Mineralölsteuer primär zur Finanzierung des Straßenbaus vorgesehen waren. Die Bauern verbrauchen aber einen Großteil ihres Diesels abseits der Straßen auf ihren Feldern und Wiesen. Deshalb erhalten sie diese Rückerstattung. An dem Grund hat sich nichts geändert.

Der Bundeslandwirtschaftsminister ist bislang in seinem Amt zwar mit markigen Worten und immer neuen Ideen, aber nicht mit guten Gesetzen oder Regelungen für die Landwirtschaft aufgefallen. Jetzt haben seine Chefs (Robert Habeck für seine Partei und Olaf Scholz für die Regierung) in seinem Bereich diese Kürzung beschlossen. Der Vorschlag dafür kam übrigens schon 6 Monate vorher aus seinem Hause. Dass er dann sagte, er habe von dieser Kürzung nichts gewusst und sei nicht eingebunden gewesen, ist für Cem Özdemir doch ein Offenbarungseid! Wenn dem so ist, zeigt das, dass er in seiner Partei und in dieser Bundesregierung keine Bedeutung hat. Und dann hat er sich hingestellt, und feiern lassen, dass es ihm gelungen sei, eine Hälfte der Kürzungen wieder wegzubekommen. Das kann man plakativ auch so umschreiben: Erst ein Feuer legen und sich dann für das Löschen bejubeln lassen.

Zusammen mit den Bauern sind aber auch andere Gruppen auf den Demos vertreten: Spediteure, Handwerker, Gastronomen und andere. Das zeigt, dass die Bundesregierung die Stimmung in der Bevölkerung entweder nicht wahrnimmt oder falsch interpretiert. Denn es geht nicht mehr nur um den Agrardiesel, es geht um die Belastungen durch die Verdoppelung der LKW-Maut, die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen im Lokal die Erhöhung der Sozialleistungen oder die Flüchtlingspolitik. Es gipfelt in dem immer und vielfach geäußerten Ruf: „Die Ampel muss weg!“ Das ist eine für unsere Demokratie und Gesellschaft brandgefährliche Situation.

Diesem kann man weder durch ein Verbotsverfahren für die AfD (was wahrscheinlich eher das Gegenteil bewirken würde) noch durch ein Beschimpfen der Union begegnen. Dem kann man nur durch politisches Handeln begegnen, indem man der Bevölkerung zeigt, dass man zugehört und verstanden hat und auch etwas ändert. Bislang sehe ich das bei der Ampel leider noch nicht.

Trotz alledem wünsche ich Ihnen dennoch ein schönes Wochenende!

Ihr

Michael Donth MdB

Michael Donth
Mitglied des Deutschen Bundestages

Büro Berlin | Platz der Republik 1, 11011 Berlin | Tel.: 030 / 227 778 17

Büro Reutlingen | Seestraße 6-8, 72764 Reutlingen | Tel.: 07121 / 385 445

michael.donth@bundestag.de | www.michael-donth.de

1. Die politische Lage in Deutschland

Unser Leitantrag der Woche: Landwirtschaft unterstützen statt ruinieren

Die Land- und Forstwirtschaft ist eine Schlüsselbranche mit unverzichtbarem Stellenwert für die Ernährungssicherung. Das Leben in den ländlichen Regionen ist ohne eine wettbewerbsfähige, moderne und zukunftsfeste Landwirtschaft undenkbar. Jeder zehnte Arbeitsplatz in Deutschland ist mit der Landwirtschaft verknüpft. Die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft befindet sich aktuell, wie auch andere Wirtschaftszweige, in der Krise. Doch anstatt unsere Landwirtschaft zu unterstützen, wird die Bundesregierung sie schwächen: Die geplanten Steuererhöhungen sind ein Schlag ins Gesicht für die Landwirte. Wir verstehen ihren Protest und stehen solidarisch an ihrer Seite.

weiterlesen

Keine weitere Zeit verlieren – unverzügliche Lieferung von TAURUS-Marschflugkörpern an die Ukraine

Die Ukraine widersetzt sich mit internationaler Unterstützung seit fast zwei Jahren in einem aufopferungsvollen Verteidigungskampf der russischen Aggression. Russland nimmt vorsätzlich hohe eigene Verluste in Kauf und terrorisiert gezielt die ukrainische Bevölkerung. Die russischen Streitkräfte stützen sich auf eine zunehmend auf Kriegswirtschaft umgestellte Industrie und nutzen das besetzte ukrainische Hinterland weitestgehend ungefährdet als logistische Basis. Nur dadurch werden die Versorgung der russischen Truppen und deren Angriffe erst ermöglicht. Der Ukraine mangelt es an ausreichend Material, um die russischen Versorgungslinien, Führungs-einrichtungen, Stellungen weit-reichender Waffensysteme und die logistischen Strukturen gezielt angreifen zu können. Doch nur mit dem richtigen Material kann die Ukraine diesen Krieg gewinnen. 

weiterlesen

Gesetzentwurf zur Reform des Staatangehörigkeitsrechts

Die Ampel-Koalition hat in dieser Sitzungswoche den Gesetzentwurf zur Änderung des Staatsangehörigkeits-rechts beschlossen. Im Kern geht es der Koalition darum, die Voraussetzungen der Einbürgerung deutlich abzusenken. Mit unserem Antrag „Den Wert der deutschen Staatsangehörigkeit bewahren“ legen wir unsere Kritik dar. 

weiterlesen

2. Die Woche im Parlament

Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen

Mit unserem Antrag, den wir in erster Lesung berieten, unterbreiten wir 23 Vorschläge für Verbesserungen bei der Bioenergie. Diese reichen von einer Ausweitung der Ausschreibungen über eine Erhöhung der Ausbauziele bis zur Prüfung von Grüngasquoten. Mit unserem Antrag verfolgen wir unser Anliegen der Entfesselung aller Erneuerbaren Energien weiter. So haben wir bereits zur CO2-Abscheidung, -Verwendung und -Speicherung (CCU/CCS), zu Wasserstoff, Solar und Geothermie, sowie zu Energiespeichern umfassende Anträge in den Deutschen Bundestag eingebracht und beraten. Die Ampel nutzt dennoch immer noch nicht alle Potenziale der Erneuerbaren Energien aus. Sie richtet ihren Fokus vielmehr lediglich auf Sonne und Wind. Wir wollen aber auch die Bioenergie entfesseln. 

IP-Adressen rechtssicher speichern und Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen 

Bereits vor über einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zum deutschen Gesetz über Mindestspeicherfristen für Telekommunikationsverkehrsdaten verkündet. Unsere Forderung nach einer IP-Adress-Speicherung zur Sicherung digitaler Beweismittel wurde vom Gerichtshof ausdrücklich für zulässig erklärt. IP-Adressen sind als digitale Beweismittel gerade bei der Bekämpfung des sexuellen Kindesmissbrauchs im Internet unabdingbar. Ohne Speicherpflicht sind diese digitalen Beweise – wenn eine Tat auffällt – vielfach gelöscht und die IP-Adresse kann keiner konkreten Person mehr zugeordnet werden. Das ist ein unerträglicher Zustand. Kinderschutz muss endlich Vorrang vor Datenschutz haben.

weiterlesen

Terroranschläge verhindern – Zum Schutz unserer Bevölkerung entschiedener gegen potenzielle Terroristen vorgehen

Die Innere Sicherheit in Deutschland und Europa wird in besonderem Maße auch durch den islamistischen Terrorismus bedroht. Gerade das Jahr 2020 mit den tödlichen Anschlägen in Paris, Dresden, Nizza und Wien hat uns vor Augen geführt, dass die Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus unvermindert fortbesteht. Auch nach Angaben der Bundesinnenministerin steht Deutschland weiterhin im unmittelbaren Zielspektrum islamistischer Terrororganisationen. Den Schutz der Bevölkerung dürfen wir deshalb nicht dem Zufall überlassen. Mit unserem Antrag – den wir in dieser Woche abschließend berieten– fordern wir die Bundesregierung deshalb auf, zur Verhinderung terroristischer Straftaten alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört insbesondere, den vom Europäischen Gerichtshof im Urteil vom am 22. September 2022 eröffneten Rahmen zur Einführung einer Speicherpflicht für IP-Adressen endlich zu nutzen. Zudem braucht der Verfassungsschutz die Befugnis zur Online-Durchsuchung. Daneben müssen die Sicherheitsbehörden auch potenzielle Terroristen – sogenannte Gefährder – verstärkt in den Blick nehmen.

Deutschlands Rohstoffabhängigkeit reduzieren – Neue Rohstoffpartnerschaften auf den Weg bringen, heimische Rohstoffgewinnung stärken 

Wir brauchen eine aktivere Rohstoffpolitik, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Mit unserem Antrag Deutschlands Rohstoffabhängigkeit reduzieren – Neue Rohstoffpartnerschaften auf den Weg bringen, heimische Rohstoffgewinnung stärken fordern wir die Bundesregierung auf, jetzt die notwendigen Schritte einzuleiten. Diesen Antrag beraten wir in dieser Woche abschließend. Die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Rohstoffen ist vor allem für unsere gewerbliche Wirtschaft von existenzieller Bedeutung. Gerade vor dem Hintergrund der Folgen des russischen Angriffskriegs hat dieses Thema an Brisanz gewonnen. Die Ampel hat im Koalitionsvertrag verbesserte Rahmenbedingungen für die Erkundung heimischer Rohstoffe angekündigt, bisher aber kaum Initiative in diesem Bereich gezeigt. Es braucht ein größeres deutsches Engagement bei der Gewinnung von Rohstoffen im In- und Ausland, z.B. durch neue Rohstoffpartnerschaften und bessere gesetzliche Rahmenbedingungen.

Leistungen für Asylbewerber senken – Rechtliche Spielräume nutzen

Deutschland wird mit der Zunahme der illegalen Migration zunehmend überfordert. Die europäischen Nachbarländer nehmen im Schnitt deutlich weniger Geflüchtete auf. Die auch im europäischen Vergleich hohen Sozialleistungen in Deutschland ein wichtiger Faktor für Migration und insbesondere Sekundärmigration nach Deutschland. Das Bundesverfassungs-gericht hat festgehalten, dass eine dauerhafte Ungleichbehandlung von Asylbewerbern und Einheimischen bei der Sicherung des Existenzminimums nicht möglich ist. Aber es bestehen dennoch weiterhin Spielräume zur Leistungsabsenkung. Mit unserem Antrag fordern wir, diese Spielräume zu nutzen. Sie umfassen eine Verlängerung der Bezugsdauer der niedrigeren Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) von 18 Monaten auf 36 Monate; die vorrangige Ausgabe von Sach- statt Geldleistungen und die Einführung einer möglichst bundeseinheitlichen Bezahlkarte als Regel. Solange eine Ausreisepflicht besteht und eine Ausreise tatsächlich und rechtlich möglich ist, soll nur das physische Existenzminimum gewährt werden. Weitere Maßnahmen runden unseren Forderungskatalog ab.

Vorteile von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen weiter nutzen, Wertschöpfung erhalten, Gesundheit und Umwelt schützen

Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind bestimmte chemische Substanzen, die aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften besonders langlebig sind. In der EU ist seit geraumer Zeit umstritten, ob diese Substanzen untersagt werden sollen. Am 13. Januar 2023 haben nun Fachbehörden aus Deutschland, Dänemark, der Niederlande, Norwegen und Schweden ein Dossier zur Beschränkung aller PFAS bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht. Ziel ist es, die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung aller PFAS zu verbieten. Allerdings: Sehr viele Verfahren sind ohne PFAS nicht realisierbar, so z.B. in der Halbleiterindustrie, der Chipherstellung oder der Metallveredelung. Aber auch bei Medizinprodukten und bei Schutzausrüstungen für Feuerwehrleute sind PFAS unerlässlich. Bei professioneller Anwendung, in der ein sachgemäßer Umgang einschließlich der sicheren Entsorgung gewährleistet werden kann, besteht keine Gefahr für Mensch und Umwelt. 

weiterlesen

Unterstützung für die Ukraine intensivieren – Industrie stärken – Produktion und Lieferung von Munition nachhaltig hochfahren

Der Deutsche Bundestag hat am 28. April 2022 mit den Stimmen der demokratischen Fraktionen den Antrag „Frieden und Freiheit in Europa verteidigen – Umfassende Unterstützung für die Ukraine“ (Drs. 20/1550) gefasst. In diesem Beschluss forderte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung unter anderem auf, die Lieferung benötigter Ausrüstung an die Ukraine fortzusetzen und zu intensivieren. Während die Lieferung von Großgerät einschließlich erster Munitionspakete der Ukraine zu Erfolgen und Geländegewinnen verhalf, droht ihr nun zunehmend die Munition für die gelieferten Waffen auszugehen. Die EU-Staaten haben sich in Anbetracht dieser dramatischen Lage unter Zustimmung Deutschlands darauf geeinigt, der Ukraine innerhalb von 12 Monaten eine Million Schuss Artilleriemunition bereitzustellen. Seitdem ist von deutscher Seite die notwendige substanzielle Steigerung der Lieferung aus bestehenden Rahmenverträgen oder über europäische Beschaffungsprojekte – entgegen den Aussagen des Bundesministers für Verteidigung im März 2023 – ausgeblieben.

weiterlesen

Gesetz zur Verbesserung der Rückführung

330.000 Asylsuchende sind 2023 nach Deutschland gekommen – eine Zunahme der Antragszahlen um über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein Umfang von drei Großstädten, die in unser Land eingewandert sind und die unsere Kommunen aufnehmen und versorgen müssen. Nur etwas mehr als die Hälfte der Personen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, erhalten allerdings auch einen Schutzstatus bei uns. Wer das Asylsystem ohne Schutzgrund als Zugang nach Deutschland missbraucht, muss so schnell wie möglich in sein Heimatland zurückkehren. Deutschland schafft es aber nicht im Ansatz, Rückführungen im erforderlichen Umfang durchzuführen. Daher ist es überfällig, dass die Bundesregierung jetzt einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rückführung vorlegt. Viele der darin enthaltenen Regelungen hatten CDU und CSU bereits 2019 gefordert, die Vorschläge waren allerdings noch am damaligen Koalitionspartner SPD gescheitert. Ein Großteil der jetzt eingebrachten Regelungen lag zudem bereits im April 2023 (als Ergebnis der Bund-Länder-Arbeitsgruppe) vor und wurde am 10. Mai 2023 auf dem Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt beschlossen. Es ist in der aktuellen Migrationskrise inakzeptabel, dass die Bundesregierung so lange für die Umsetzung längt getroffener Beschlüsse braucht.

weiterlesen

3. Daten und Fakten

Was bedeutet eigentlich …?

Heute geht es im Fraktions-ABC um O wie Obleute.

👉 Eine wesentliche Rolle bei der Planung der Ausschussarbeit kommt neben dem Vorsitzenden den Obleuten zu. Jede Fraktion benennt einen Obmann bzw. eine Obfrau, die als Hauptansprechpartner ihrer Arbeitsgruppe in allen Verfahrensfragen dienen. Bei den "Obleutegesprächen", die in aller Regel wöchentlich unter Leitung des Vorsitzenden stattfindenden, vertreten die Obleute die Interessen ihrer jeweiligen Fraktionsarbeitsgruppen.

Ich bin Obmann für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages.

19. Januar 1989: Berühmter Mauerspruch von Erich Honecker fällt

Am 19. Januar 1989 prophezeit DDR-Staatschef Erich Honecker, dass die Mauer "in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen" wird. Der Satz wird legendär. Die Zahl der Ausreiseanträge steigt in den folgenden Wochen sprunghaft an. Doch Honecker irrt sich mit seiner Prophezeiung: Keine zehn Monate später wird die Mauer zwischen Bundesrepublik und DDR infolge der Friedlichen Revolution fallen.

19. Januar 1978: Letzter Käfer rollt vom Band

Am 19. Januar 1978 läuft im Emdener VW-Werk der letzte in Deutschland produzierte Käfer vom Band. Fast 2,4 Millionen Exemplare waren ab 1964 im ostfriesischen Werk hergestellt worden.

Bereits 1933 beauftragte Adolf Hitler den Konstrukteur Ferdinand Porsche, ein günstiges Auto für die breite Bevölkerung - einen sogenannten Volkswagen - zu entwickeln. Später nach der Nazi-Organisation "Kraft durch Freude", als "KdF-Wagen" bezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Name Käfer durch, der geht auf einen Artikel in der "New York Times" von 1938 zurück, wo das deutsche Auto wegen seines Aussehens als "Käfer" bezeichnet wird. Zehn Jahre nach Kriegsende wird bereits der millionste VW-Käfer in Wolfsburg produziert.

Nachdem die Produktion in Deutschland 1978 beendet ist, wird der Käfer in Mexiko weiter gebaut, bis am 30. Juli 2003 auch dort die Produktion endet. Der Käfer ist heute ein Kultauto und Liebhaberfahrzeug. Insgesamt wurden rund 22 Millionen Exemplare produziert.

4. In eigener Sache

Michael Donth besucht den Gartenbaubetrieb Vatter in Bempflingen – die Ampel-Sparpläne bedrohen den heimischen Gartenbau

Die Stimmung innerhalb der Gartenbaubetriebe im Land ist angespannt. Die jüngsten Sparpläne der Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2024 bedrohen nicht nur die heimische Landwirtschaft – auch die Gartenbaubetriebe sind von den Kürzungen, Auflagen und Mehrausgaben enorm betroffen. Grund genug für den Bempflinger Gärtnermeister und Betriebsinhaber von Vatter Blumen und Pflanzen, Jörg Vatter, die Bundestagsabgeordneten einzuladen, um Klartext zu sprechen, was die Ampel-Politik für prekäre Folgen für seine Branche hat. Jörg Vatter betreibt – neben seiner Gärtnerei – mit 15 weiteren Kollegen den Blumengroßhandel in Reutlingen und ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Fachgruppe Zierpflanzenbau im Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V.. Auch sein Gärtnermeisterkollege aus Altdorf, Matthias Rohde, unterstütze ihn in dem Gespräch. Rohde führt in sechster Generation sein Familienunternehmen und verkauft europaweit Begonien. Gärtnermeister Norbert Kunz, ehemaliger Inhaber einer Gärtnerei und jetzt bei einem Düngemittelhersteller tätig, sowie Jochen Reiss, Geschäftsführer des Gartenbau-verbandes Baden-Württemberg-Hessen e.V. zeigten die Auswirkungen auf die Branche in der Runde auf.

weiterlesen

Michael Donth MdB: „Der Bundeshaushalt 2024 stellt die Ampel für den Schienengüterverkehr auf rot“  

Seit dem 12. Januar 2024 liegen die Beschlussunterlagen des Bundesfinanzministeriums für die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses vor. Zu den verheerenden Auswirkungen besonders für den Schienengüter- und Schienenpersonenfernverkehr erklärt Michael Donth MdB  als zuständiger Schienenexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion folgendes:

„Sollte der Bundeshaushalt 2024 mit den vorliegenden Änderungen verabschiedet werden, sehe ich für die Zukunft des Schienengüterverkehrs (SGV) schwarz. Besonders die drastische Reduzierung der Anlagenpreise und der Trassenpreis-Förderung im SGV werden die Branche im Mark treffen. Es ist klar, dass alle Ressorts sparen müssen. Aber gerade im SGV, der für die Verkehrsverlagerung, die Erreichung der Klimaziele und die Steigerung des Modal Split unersetzlich ist, so überproportional zu kürzen, halte ich für widersprüchlich, inkonsequent und absolut falsch. Das wird dazu führen, dass Güterverkehr auf die Straße zurückverlagert wird. Der Verband der Güterbahnen hat errechnet, dass die Summe aller Kürzungen im SGV 78% des Gesamtbetrages von 380 Mio. Euro ausmacht, den das BMDV zur Haushaltskonsolidierung beitragen soll!

weiterlesen

Michael Donth MdB: Schienengüterverkehr nicht kaputtsparen!

Mit dem  bundesweiten Aktionstag des Verbands der Güterbahnen am 17. Januar 2024 machte die Schienengüterbranche auf die absolut falschen und inkonsequenten geplanten Kürzungen im SGV aufmerksam. Bei der Veranstaltung mit Pressevertretern hat auch Michael Donth MdB, zuständiger Schienenexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gesprochen.  

Für Michael Donth ist klar: „Ich unterstütze klar und deutlich die heutige Protestaktion der Schienen-güterbranche. Die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Kürzungen kamen überraschend und sind nicht nachvollziehbar! Bundesfinanz- und Verkehrsministerium wissen schon seit Weihnachten Bescheid. Ich halte das für einen massiven Affront gegenüber einer Branche, die für die Erreichung der Klimaziele im Verkehr unersetzlich ist. Die Folgen: Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche wird deutlich geschwächt und die Unternehmen geraten in ernsthafte wirtschaftliche Schwierig-keiten.

Außerdem gilt für mich: Sparen ja – aber doch nicht fast ausschließlich beim ökologischsten aller Verkehrsträger! Die gemeinsam mit der Branche im Masterplan Schienengüterverkehr vereinbarten Maßnahmen müssen endlich umgesetzt werden. Neben der Verbesserung der Infrastruktur zählen hierzu vor allem Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung des Netzes. Solange dies nicht ausreichend umgesetzt wird, muss der Schienengüterverkehr durch eine Förderung der Trassen- und Anlagenpreise unterstützt werden“.  

Meinen Redebeitrag auf der Kundgebung finden Sie hier

Michael Donth MdB: Heimische Landwirtschaft unterstützen

Union steht fest an der Seite der bäuerlichen Familien – Ampel bietet nichts als hohle Phrasen

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am Donnerstag einen Antrag zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in den Deutschen Bundestag eingebracht.

Der Antrag sieht umfassende Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland vor. Die Ampel hingegen hat erst nach den Bauernprotesten das Gespräch mit den Landwirten gesucht und einen Entschließungsantrag vorgelegt.

Dazu erklärt der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth MdB folgendes: „Im Gegensatz zu den Ampel-Parteien stehen wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion und auch ich ganz persönlich fest an der Seite unserer bäuerlichen Familien in Deutschland und gerade auch in unserer Region. Deshalb möchten wir unsere Landwirtinnen und Landwirte mit konkreten Maßnahmen unterstützen. So fordern wir beispielsweise die Beibehaltung der Steuerbefreiung beim Agrardiesel, spürbare Entlastungen bei den Dokumentationspflichten oder langfristige Planungssicherheit für Tierhalter bei Stallumbauten und Neubauten. Auch unsere Fischer dürfen nicht die Zeche zahlen für den verfassungswidrigen Ampel-Haushalt. Ihnen stehen die Mittel aus den Versteigerungen von Gebieten in der Ost- und Nordsee für Offshore-Windparks in vollem Umfang zu.

Der Antrag der Ampel ist völlig unzureichend und wird den Landwirten in unserem Wahlkreis überhaupt nicht helfen. Denn er enthält keine konkreten Maßnahmen, sondern wimmelt vor Fragen und Überschriften.

weiterlesen

Abschied von Dr. Wolfgang Schäuble

Mit tiefer Trauer und großem Respekt nehmen wir Abschied von Dr. Wolfgang Schäuble, einem herausragenden Staatsmann, der über fünf Jahrzehnte hinweg die politische Landschaft Deutschlands maßgeblich geprägt hat. Sein Tod am 26. Dezember 2023 hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen ist.

Dr. Schäuble widmete sein Leben dem Dienst an unserem Land und Europa. Als Innenminister, Architekt der Deutschen Einheit, Bundesfinanzminister und zuletzt als Bundestagspräsident setzte er sich über Jahrzehnte in höchsten Funktionen mit Hingabe und Weitblick für die Interessen Deutschlands ein. Sein Engagement für eine solide Haushaltspolitik und seine Weitsicht in europäischen Angelegenheiten haben ihn zu einer prägenden Figur unserer Zeit gemacht.

Sein unermüdlicher Einsatz, seine tiefe Hingabe zur Politik und sein kompromissloses Eintreten für die Werte, die er vertrat, vor allem für die Demokratie machen ihn zu einem Vorbild für uns alle. Wir verlieren mit Dr. Wolfgang Schäuble nicht nur einen außergewöhnlichen Politiker, sondern auch einen geschätzten Ratgeber und Freund.

Seine Trauerfeier und Beisetzung in Offenburg war äußerst beeindruckend und wurde von vielen Menschen live im Fernsehen verfolgt. Am kommenden Montag wird er noch mit einer Gedenkveranstaltung im Berliner Dom und einem Staatsakt im Bundestag, bei dem auch Frankreichs Präsident Macron sprechen wird, gewürdigt werden.

In diesen Tagen des Abschieds erinnern wir uns an seine Leistungen, sein Pflichtgefühl, seinen unerschütterlichen Geist und seine unvergleichliche Fähigkeit, die Zukunft unseres Landes positiv zu gestalten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Wolfgang Schäuble hinterlässt ein Erbe, das weiterleben wird - in den politischen Entscheidungen, die er getroffen hat, in den Werten, für die er stand, und in den Herzen aller, die ihn kannten und schätzten.

5. Termine im Wahlkreis

19. Januar 2024, 19.30 Uhr, Walddorfhäslach
Neujahrsempfang der Gemeinde Walddorfhäslach

20. Januar 2024, 19.00 Uhr, Römerstein-Donnstetten
Jahresfeier des Schwäbischen Albvereins Donnstetten mit Theater

22. Januar 2024, 9.00 Uhr, Reutlingen
Schöffendienst am Amtsgericht Reutlingen

22. - 25. Januar 2024, Berlin
Politische Informationsfahrt für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Reutlingen auf meine Einladung hin nach Berlin

24. Januar 2024, 19.00 Uhr, Berlin
Neujahrskonzert der Bayrischen Staatskanzlei

25. Januar 2024, 11.00 Uhr, Berlin
Abgeordnetengespräch mit meiner Besuchergruppe

26. Januar 2024, 14.00 Uhr, Römerstein-Böhringen
Austausch mit Ingo Hänel von der Schuh-Beck GmbH und Manuel Hailfinger MdL zur aktuellen Situation des Einzelhandels

26. - 27. Januar 2024, Kloster Schöntal
Funktions- und Mandatsträgerkonferenz der CDU Baden-Württemberg

27. Januar 2024, 17.00 Uhr, Reutlingen
Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus in Reutlingen

27. Januar 2024, 20.00 Uhr, Hayingen
Zunftball der Narrenzunft Hayingen e. V.

29. Januar 2024 - 2. Februar 2024, Berlin
Sitzungswoche im Deutschen Bundestag in Berlin

Weitere Termine finden Sie auf meiner Homepage unter www.michael-donth.de

Diese E-Mail wurde an [[EMAIL_TO]] verschickt. Wenn Sie keine weiteren E-Mails erhalten möchten, können Sie sich hier abmelden.

Michael Donth MdB, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Facebook
Instagram