Infobrief Nr. 33

25. September 2026

Leider muss ich schon wieder mit einer aus meiner Sicht katastrophalen Nachricht zu Landtagswahlen beginnen. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben diese am vergangenen Wochenende die politische Lage in Deutschland weiter verkompliziert und für die CDU schmerzhafte Verluste gebracht. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD mit 38,2 Prozent vor der SPD stärkste Kraft, während die CDU mit 4,9 Prozent erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik den Einzug in einen Landtag verpasste. In Berlin gewann „Die Linke“ mit 25,7 Prozent vor der CDU, die 18,8 Prozent erreichte und ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen musste.

Das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern ist das schlechteste Ergebnis, das die CDU jemals in ihrer Geschichte eingefahren hat – ein historisches Debakel. „Das ist brutal“, war meine erste Reaktion auf dieses nie dagewesene Ergebnis. Die Umfragewerte und Prognosen waren bekannt, die Gefahr war da, aber es ist trotzdem ein nie dagewesener Vorgang. Die Gründe sind vielfältig. In Mecklenburg-Vorpommern spielen sie auch im Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und AfD eine Rolle. Wenn ein Wahlkampf sich nur auf zwei Kandidaten zuspitzt, fallen die Dritt- und Viertplatzierten durchs Raster. Jetzt hat die CDU das erwischt, was der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg passiert ist. Allerdings ist dies nur die Erklärung für die letzten Tage und Stunden vor der Wahl. Der Sinkflug dauert schon länger an und hat unterschiedliche Ursachen.

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