Infobrief Nr. 32

11. September 2026

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am vergangenen Wochenende ist für uns Christdemokraten und die Christdemokratie als solches ein brutales Ergebnis und eine politische Zäsur. Die Wählerinnen und Wähler haben damit ganz maßgeblich unsere Politik auf Bundesebene abgestraft. Eine einfache Lösung, wie wir aus dieser Krise wieder herauskommen, gibt es nicht – wer das glaubt, verkennt die tiefgreifenden Verschiebungen und Herausforderungen, die wir derzeit in unserer Gesellschaft und in der Welt erleben.

Mit 17,2 Prozent hat die CDU in Sachsen-Anhalt ihr schlechtestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung eingefahren; die AfD wurde mit 43,8 Prozent klar stärkste Kraft. Auch dass die CDU nicht unerheblich Zweitstimmen an Rot-Grün verloren hat, um taktisch eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern, gehört zur Wahrheit. Das Ergebnis macht uns, das macht auch mich persönlich nachdenklich. Das Votum aus Sachsen-Anhalt ist kein Signal für Stillstand, aber auch keine Einladung zu revolutionärer Eile. Wir haben weiterhin einen riesigen Reformbedarf. Es wäre eine falsche Schlussfolgerung zu glauben, man könne um diese Reformen herumkommen. Genauso falsch wäre das andere Extrem: zu meinen, wir könnten alles morgen einfach umsetzen. Die Union muss liefern. Die notwendigen Reformen, die unser Land dringend braucht und die überfällig sind, müssen wir weiter vorantreiben und umsetzen – besonnen, aber entschlossen.

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