Diese Woche begleitete meine Mitarbeiter und mich auch noch Margret Zook aus Amerika im Berliner Abgeordnetenbüro.
Sie ist Stipendiatin und „mein Patenkind“ des Parlamentarischen Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses.
Hier ihr Bericht:
„Hallo, ich bin Margret Zook und eine amerikanische Teilnehmerin des Parlamentarisch-Patenschaft-Programms (PPP), eines Austausch-Programms, das von dem Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten finanziert und durchgeführt wird. Ich komme aus Decorah, Iowa, wo ich letztes Jahr meinen Abschluss an der Decorah High School gemacht habe. Während meines Austauschjahres wohne ich in Walddorfhäslach, Baden-Württemberg, und besuche das HAP Grieshaber Gymnasium in Rommeslbach in der 11. Klasse. Nächstes Jahr studiere ich Politikwissenschaft am Macalester College in St. Paul, Minnesota. In meiner Freizeit habe ich mich an meiner High School in vielen Clubs engagiert, z.B. beim Umweltwettbewerb “Envirothon”, Chor, Orchester, Theater und Schülervertretung.
Mein Interesse für Politik und die deutsche Sprache hat mich zu dem PPP-Programm geführt, und ich habe bereits viel von deutscher Kultur, Schule—besonders interessant für mich—, der Politik gelernt. Jeder PPP–Austauschschüler bekommt einen Mentor aus dem Bundestag zugeteilt, und ich hätte das Glück, Michael Donth MdB als Pater zu haben. Mein einwöchiges Praktikum bei Michael Donth in Berlin zählt zu den aufschlussreichsten Erfahrungen meines Austauschjahres.
Während meiner Praktikumswoche hatte ich die Gelegenheit, an den Verkehrs- und Tourismusausschüssen sowie Arbeitsgruppen von derselben Themen teilzunehmen. Dadurch konnte ich erfahren, wie Abgeordnete zusammenarbeiten, Probleme ihrer Wähler lösen, gemeinsame Entscheidungen treffen und Gesetze entwerfen. Ich konnte die staatlichen Institutionen und Systeme in Deutschland und den USA vergleichen und so mein Verständnis beider Regierungssysteme vertiefen. Außerdem begleitete ich Michael Donth zu Ereignissen wie einer Podiumsdiskussion des BUND und dem Parlamentarischen Abend des Verbandes der Chemischen Industrie und sogar einem Treffen mit einem Botschafter in Deutschland. Diese Erfahrungen eröffneten mir einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten und die Vielfalt der Themen, mit denen man sich als Abgeordneter auskennen muss. Ein Höhepunkt meines Praktikums war die Teilnahme an den Plenarsitzungen des Bundestages. Dort konnte ich die Gesetzgebungsprozesse hautnah miterleben und den Debatten zu aktuellen Themen folgen. Aber der äußerst spannende und informative Teil meines Praktikums war die namentliche Abstimmung. Als Schrittführer hat Michael Donth die Aufgabe, die Abstimmungskarten von einer namentlichen Abstimmung zu auszählen, und ich durfte zugucken.
Micheal Donth und seine Mitarbeiter, Maren Meinzinger und Alkmar von Alvensleben, trotz ihrer schon vollen Terminkalenders, haben mich willkommen geheissen, meine Fragen beantwortet und den Ablauf und die Geschichte des Bundestags erklärt. Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen und mir ein viel tieferes Verständnis des Bundestages und der Demokratie im Allgemeinen vermittelt. Ich kann es jungen Menschen, ob deutsch oder nicht, wärmstens empfehlen.“