Michael Donth MdB: Handwerkliche Brennkunst stärken und Kulturlandschaft erhalten – Austausch zur Zukunft der Klein- und Obstbrennereien

Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins in der Brennerei & Mosterei Schaal in Reutlingen-Betzingen hat sich der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth MdB kürzlich mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesverbandes der Deutschen Klein- und Obstbrenner e. V. (BDKO) über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche ausgetauscht.

Gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden des BDKO, Alois Gerig, sowie Andreas Metzler vom Landesverband Südwürttemberg-Hohenzollern wurden zentrale Anliegen der handwerklichen Brennereien erörtert. Im Mittelpunkt standen insbesondere die geplanten Änderungen im Alkoholsteuerrecht sowie deren Auswirkungen auf kleine und mittelständische Betriebe.

„Die Anliegen der Klein- und Obstbrenner sind nachvollziehbar und verdienen aus meiner Sicht im weiteren Gesetzgebungsverfahren zur Weiterentwicklung des Alkoholsteuerrechts eine angemessene Berücksichtigung“, betont Donth. Insbesondere die Forderung nach einer Anhebung des Kontingents für landwirtschaftliche Abfindungsbrennereien von derzeit 300 auf 600 Liter Alkohol pro Jahr sei vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Kosten ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage der noch existierenden kleinen Brennereien.

Zugleich wurde die Bedeutung der Brennereien für den Erhalt der regionalen Kulturlandschaft hervorgehoben. „Die handwerkliche Brennkunst ist nicht nur ein bedeutendes Kulturgut und als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt, sondern sie trägt gleichzeitig auch wesentlich zum Erhalt unserer Streuobstwiesen und der biologischen Vielfalt bei“, so Michael Donth weiter. „Was sollen denn diejenigen, die sich z. B. um die wertvollen Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Zwetschgenbäume auf unseren Wiesen im Biosphärengebiet oder dem Streuobstparadies kümmern, mit den Früchten machen, außer Saft, Most oder Schnaps? Wenn es das Brennen nicht mehr gibt, besteht die Gefahr, dass dann mit der Kettensäge nur noch einmal geerntet wird. Und dann ist es vorbei mit dem Streuobstparadies.“

Neben der Kontingenterhöhung sprachen sich die Vertreter des Verbandes auch für einen spürbaren Bürokratieabbau, rechtliche Klarstellungen sowie praxistaugliche Regelungen im Steuer- und Genehmigungsrecht aus.

Donth sicherte zu, die vorgetragenen Punkte in die weiteren parlamentarischen Beratungen einzubringen.

Weitere Informationen zum Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner e. V. finden Sie unter: www.bdko.de.