Im Jahreswirtschaftsbericht 2026 stellt die Bundesregierung ihre Wachstumserwartungen dar und beschreibt die Grundzüge und Prioritäten ihrer Wirtschaftspolitik. Die Bundesregierung geht von einer konjunkturellen Erholung bei weiterer Unsicherheit aus.
Für 2026 erwartet die Bundesregierung ein reales Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent.
Die konjunkturelle Erholung wird von einer stärkeren binnenwirtschaftlichen Dynamik – bei gleichzeitig etwas nachlassenden außenwirtschaftlichen Belastungen – getragen.
Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt 2026 nur leicht niedriger als im Vorjahr liegen. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels soll auch aufgrund der geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikte in diesem Jahr negativ sein, wenn auch weniger deutlich als 2025. Um einem weiteren Verlust der Wettbewerbsfähigkeit entgegenzuwirken und das Potenzialwachstum nachhaltig zu erhöhen, sind aus Sicht der Bundesregierung neben den staatlichen Investitionen zur Modernisierung der Infrastruktur und steuerlichen Investitionsanreizen umfangreiche Strukturreformen notwendig.
Der Bericht listet die Maßnahmen zur Verbesserung der Standortbedingungen auf, wie z.B. die Senkung der Bürokratie- und Energiekosten sowie die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Auch industriepolitische Maßnahmen werden hervorgehoben, wie der Einsatz für einen wirksamen Carbon-Leakage-Schutz.