Die KfW Bankengruppe hat im ersten Halbjahr 2026 bundesweit ein sehr starkes Fördergeschäft verzeichnet. Die Neuzusagen stiegen auf knapp 58 Milliarden Euro, das Zusagevolumen im Inland erreichte 38,9 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Förderkredite für Klima- und Umweltvorhaben im Mittelstand, aber auch die Programme für private Kunden – vor allem für energieeffiziente Gebäude einschließlich Heizungsförderung.
Auch im Landkreis Reutlingen sind im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 67,5 Millionen Euro an KfW-Fördermitteln angekommen. Das ist endlich wieder ein Plus gegenüber dem Vorjahr (hier lag die Summe bei 47,5 Millionen im Vergleichszeitraum) und zeigt: Die Nachfrage nach Investitionen ist da. Gleichzeitig bleibt der Landkreis mit Blick auf die wirtschaftliche Stärke der Region weiter unter seinen Möglichkeiten.
„Der bundesweite Trend ist erfreulich, doch für den Landkreis Reutlingen und unsere Region müssen wir daraus noch mehr machen“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth. „Die Bundesregierung hat mit dem Koalitionsvertrag im letzten Jahr den richtigen Rahmen gesetzt: mehr Wachstum, weniger Bürokratie, bessere Investitionsbedingungen und verlässliche Förderung. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Politik bei Familien, Unternehmen und Kommunen spürbar ankommt.“
Bei den privaten Kunden entfielen im Landkreis Reutlingen im ersten Halbjahr 2026 56,3 Millionen Euro auf KfW-Förderungen. Besonders stark war erneut der Bereich Wohnen & Leben / Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit 46,3 Millionen Euro und 2.253 geförderten Wohneinheiten.
„Die starke bundesweite Nachfrage zeigt, dass die Förderinstrumente wirken, wenn sie praktikabel sind“, so Donth. „Gerade bei Sanierung, Heizungsmodernisierung und Wohneigentum brauchen Bürgerinnen und Bürger einfache und verlässliche Rahmenbedingungen.
Im Bereich der Mittelstandsbank wurden im Landkreis Reutlingen 7,6 Millionen Euro zugesagt. Davon entfielen 5,8 Millionen Euro auf den ERP-Förderkredit KMU. Bundesweit ist besonders die Nachfrage nach Förderkrediten für Klima- und Umweltvorhaben deutlich gestiegen – ein Signal, das auch für den Mittelstand in unserer Region wichtig ist.
Auch die kommunale und soziale Infrastruktur wurde mit 3,5 Millionen Euro unterstützt. Die KfW meldet bundesweit, dass sie ihre Förderung gezielt dort einsetzt, wo Investitionen besonders wirksam sind: bei Gründung und Unternehmensinvestitionen, Innovation, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.
„Kommunen, Mittelstand und private Haushalte brauchen jetzt verlässliche Investitionsbedingungen – gerade in einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Lage“, betont Donth. „Die Bundesregierung hat den Auftrag, aus der derzeitigen Flaute heraus wieder Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen. Daran wird sie sich messen lassen müssen“, so Michael Donth MdB abschließend.