Michael Donth MdB: Bürokratieabbau – mehr als ein Versprechen

Der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth sieht in der Zwischenbilanz des „Einfach-Machen-Portals“ der Bundesregierung einen wichtigen Schritt hin zu einem spürbaren Bürokratieabbau in Deutschland.
Auf seine parlamentarische Anfrage hin teilte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Philipp Amthor MdB mit, dass seit dem Start des Portals am 12. Dezember 2025, das unter einfach-machen.gov.de zu finden ist, bereits mehr als 25.000 konkrete Hinweise auf Bürokratiehürden eingegangen sind.

„Die hohe Beteiligung zeigt deutlich, wie groß der Wunsch nach weniger Bürokratie in Deutschland ist. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Vereine und Verwaltungen bringen ihre konkreten Erfahrungen ein – das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer praxisnahen Modernisierung unseres Staates“, so Donth.

Mit über 600.000 Seitenaufrufen und mehr als 138.000 Besuchen hat sich das Portal nach Angaben der Bundesregierung als zentrale Plattform zur Identifikation von bürokratischen Belastungen etabliert. Erstmals entstehe damit eine ressortübergreifende und systematisch auswertbare Datengrundlage, die konkrete Ansatzpunkte für Reformen liefere.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Auswertung der eingehenden Meldungen mithilfe moderner KI-Technologie. Eine weiterentwickelte Analyse auf Basis von KI ermöglicht es, wiederkehrende Probleme, thematische Schwerpunkte und besonders belastende Verfahren schnell zu identifizieren und zu priorisieren. „Das ist ein wichtiger Fortschritt: Bürokratieabbau muss gezielt dort ansetzen, wo die größten Belastungen entstehen“, so der Parlamentarische Staatssekretär Philipp Amthor MdB.

Nach Angaben des Staatssekretärs sind bereits erste Umsetzungsinitiativen gestartet worden. So wurden im Rahmen der SPRIND-Challenge „Deutschland, was geht?“ insgesamt 13 Projekte identifiziert, die nun gemeinsam mit sogenannten Civic-Tech-Teams, besetzt mit Bürgerinnen und Bürgern, und den zuständigen Ressorts bis November 2026 weiterentwickelt werden. Ziel ist es, konkrete digitale und organisatorische Lösungen für besonders häufig genannte Probleme zu erarbeiten und umzusetzen.

Darüber hinaus wurden zentrale „Schmerzpunkte“ im Verwaltungshandeln herausgearbeitet. Dazu zählen unter anderem Verfahren rund um die Beantragung von Elterngeld, BAföG-Leistungen, Führungszeugnissen sowie Schwerbehindertenausweisen. Diese Bereiche werden aktuell vertieft analysiert und den jeweils zuständigen Ressorts zur Prüfung und Verbesserung vorgelegt.

Donth begrüßt diese Fortschritte, mahnt jedoch zugleich eine zügige Umsetzung an: „Die Analyse ist wichtig – entscheidend ist aber, dass daraus schnell spürbare Entlastungen entstehen. Die Menschen erwarten zu Recht, dass sich etwas verändert: weniger Formulare, schnellere Verfahren und eine insgesamt bürgerfreundlichere Verwaltung.“

Abschließend betont Donth: „Das Einfach-Machen-Portal ist ein vielversprechender Ansatz, um Bürokratie systematisch abzubauen. Jetzt kommt es darauf an, die gewonnenen Erkenntnisse konsequent in konkrete Reformen zu überführen und den Bürokratieabbau zu einer echten Priorität zu machen. Deshalb ist es wichtig, wenn auch weiterhin konkrete Vorschläge unter einfach-machen.gov.de eingetragen werden.“