Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) blickt 2025 auf ein starkes Jahr zurück: Ihr Kerngeschäft in der inländischen Förderung mit Krediten und Zuschüssen legte im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel auf 61 Mrd. Euro deutlich zu (2024: 45,8 Mrd. Euro). Dabei entwickelten sich alle Segmente sehr positiv.
Doch für den Landkreis Reutlingen fallen die Zahlen deutlich verhaltener aus. Insgesamt flossen im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 KfW-Fördermittel in Höhe von 108,8 Millionen Euro in den Landkreis. „Damit liegt der Landkreis Reutlingen erneut spürbar unter früheren Fördervolumina (Vergleich: 2024 121,9 Mio. Euro), was die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage im Jahr 2025 widerspiegelt, die überwiegend Ergebnis einer verfehlten Ampelpolitik ist. Seit Amtsantritt der neuen Bundesregierung unter Bundeskanzler Merz am 6. Mai 2025 wird diese Politik Stück für Stück korrigiert, erste positive Effekte zeigten sich naturgemäß erst Ende des Jahres und Anfang 2026. Dennoch sind die aktuellen Zahlen verheerend und die neue Bundesregierung versucht mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth.
Die KfW-Gelder unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen bei Investitionen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Unternehmensinvestitionen und Gründungen, Bildung, Wohnen und Leben sowie Öffentliche und Soziale Infrastruktur. „Diese Mittel sind dringend notwendig, um Modernisierung, Klimaschutz und Wachstum zu ermöglichen – umso problematischer ist es, wenn Unsicherheit und Kurswechsel in Berlin Investitionen ausbremsen“, betont Donth.
Im Bereich der Mittelstandsbank, also bei Unternehmen und Selbstständigen, wurden 2025 im Landkreis Reutlingen insgesamt 27,2 Millionen Euro zugesagt. Davon entfielen 700.000 Euro auf Innovation und Digitalisierung sowie 25,6 Millionen Euro auf Gründung und Unternehmensinvestitionen. Energieeffizienz und erneuerbare Energien wurden mit 900.000 Euro gefördert. „Gerade mittelständische Betriebe brauchen Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und technologieoffene Förderung. Genau da setzt die neue Bundesregierung an“, so Donth.
Für Privatpersonen belief sich das zugesagte Fördervolumen 2025 im Landkreis Reutlingen auf 72,6 Millionen Euro. Diese Summe umfasst insbesondere die Bereiche Wohnen und Leben, Bildung sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien, wobei der überwiegende Anteil auf Wohnungsbau- und Wohneigentumsförderung entfallen.
Im Bereich Kommunale und Soziale Infrastruktur wurden 2025 im Landkreis Reutlingen insgesamt 9,0 Millionen Euro bewilligt, unter anderem über den Investitionskredit Kommunen. Hinzu kommen kleinere Beträge im Bereich öffentlicher Infrastruktur, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Heizungs- und Wohngebäudeförderung für kommunale Träger.
„2025 war erneut ein Jahr großer Unsicherheiten: Kriege, internationale Spannungen und eine extrem angespannte wirtschaftliche Lage haben Unternehmen, Kommunen und Privatleute gleichermaßen belastet“,
so Donth. „Die KfW leistet mit ihren Programmen weiterhin einen wichtigen Beitrag, um Investitionen zu ermöglichen – doch der Rückgang der Fördervolumina und der Investitionen im Landkreis Reutlingen muss uns alarmieren. Die neue Bundesregierung unter Bundeskanzler Merz arbeitet daran, verlässliche, langfristig angelegte und praxisnahe Förderprogramme zu schaffen, damit im Landkreis Reutlingen wieder mehr investiert, gebaut und modernisiert wird, so der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth abschließend.