Seit seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2013 hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth bereits eine zweistellige Anzahl an Stipendiaten über den großen Teich nach Amerika schicken dürfen. All diese jungen Menschen haben über das Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses ein Stipendium für einen einjährigen Aufenthalt in den USA erhalten. Dort leben sie bei Gastfamilien, gehen zur Schule und lernen die amerikanische Lebensweise kennen. Sie sind Botschafter für Deutschland und bringen den Amerikanern unsere Kultur, unsere Traditionen und Denkweisen ein Stück näher.
Aber auch junge Amerikaner werden von Abgeordneten in Amerika nach Deutschland entsandt. Margret Zook lebt seit dem Spätsommer bei ihrer Gastfamilie in Walddorfhäslach. Die 18-Jährige aus Iowa hat bereits ihr amerikanisches Abitur in der Tasche und besucht derzeit die 10. und 11. Klasse auf dem HAP Grieshaber Gymnasium im Bildungszentrum Nord (BZN) in Reutlingen. Kürzlich hat die junge aufgeschlossene Frau ihren „Paten“ Michael Donth getroffen.
Begeistert berichtet sie von ihrer Gastfamilie, in der mit ihren Gasteltern, vier Gastgeschwistern und vielen Haustieren immer etwas los sei. Integriert habe sie sich am BZN bereits gut – auch wenn Sie im Vergleich zu ihren Mitschülern deutlich älter sei. Margret Zook hat nur zwei Jahre deutsch an ihrer amerikanischen Schule gelernt. Bereits in Deutschland hat sie an einem mehrwöchigen Sprachkurs teilgenommen. Inzwischen singt die junge Amerikanerin in einem Chor in Walddorfhäslach.
Politik ist für Margret Zook nichts Neues. Ihr Großvater ist Mitglied im Repräsentantenhaus von Iowa. Die Repräsentantenhäuser der US-Bundesstaaten sind die Landesparlamente mit der Hauptaufgabe, Gesetze für ihren jeweiligen Staat zu erlassen, Budgets zu genehmigen und die Regierung zu kontrollieren. Da wundert es nicht, dass sie sich bereits in Oxford beworben hat, um Philosophie, Politik und Wirtschaft zu studieren. Davor möchte sie aber noch ein Praktikum im Bundestags- oder Wahlkreisbüro bei ihrem Paten Michael Donth absolvieren.
„Ich freue mich, dass ich Pate von einer so aufgeschlossenen und wissbegierigen jungen Amerikanerin sein darf. Soweit es mir möglich ist, werde ich sie immer wieder in meine Arbeit einbinden und zu Terminen mitnehmen. Die Stipendiaten haben die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln. Das ist sowohl für Deutsche als auch Amerikaner sehr wertvoll. Ich möchte auch der Gastfamilie von Margret danken. Die Aufnahme von Gastkindern ist für eine Gastfamilie mit viel Aufwand und persönlichem Engagement verbunden, aber bestimmt auch eine enorme Bereicherung“, so der Abgeordnete.